Robinho: Kein Interesse an Wechsel zu Besiktas

Johannesburg (dpa) - Brasiliens Stürmer Robinho wird nach eigenen Angaben nicht in die Türkei wechseln. Der 26-Jährige ist beim von Bernd Schuster trainierten Erstliga-Club Besiktas Istanbul im Gespräch.

«Ich respektiere den Verein, aber ich habe nicht die Absicht, bei Besiktas zu spielen», sagte Robinho im Mannschaftsquartier des Rekordweltmeisters in Johannesburg. Der Angreifer war im Winter von Manchester City für ein halbes Jahr an seinen Heimatclub FC Santos ausgeliehen worden. Beim Premier-League-Club steht Robinho noch bis zum 30. Juni 2012 unter Vertrag, er ist aber auf der Suche nach einem neuen Arbeitgeber, da er zuletzt bei Manchester kein Stammspieler mehr war.

Flugzeug mit Fans muss auf Autobahn notlanden

Kapstadt (dpa) - Ein Privatflugzeug mit Fußballfans hat in Südafrika auf einer Autobahn nahe Bloemfontein notlanden müssen. Keine der sechs Personen an Bord der Maschine noch jemand auf der Autobahn sei verletzt worden, berichtete die Polizei.

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Allerdings hätten einige der Passagiere unter Schock gestanden. Die Fans waren auf dem Weg zu dem Spiel Deutschland gegen England. Die wenigen Autofahrer auf der Autobahn seien angesichts der landenden Maschine erschrocken ausgewichen, es sei aber nichts passiert. Das Flugzeug mit Passagieren aus Benoni (Provinz Gauteng) hatte nach Angaben des Piloten wegen technischer Schwierigkeiten landen müssen. Die Autobahn wurde vorübergehend gesperrt, konnte aber nach zwei Stunden wieder freigegeben worden.

Uruguay feiert Wiedergeburt des Weltmeisters

Port Elizabeth (dpa) - Eine Betonabwehr, zwei Weltklasse-Torjäger und der Traum vom dritten Titel: Uruguay erinnert nach dem Sprung ins Viertelfinale an seine große Vergangenheit.

«Das ist ein einmaliger Moment, den wir hier erleben», jubelte Luis Suárez nach seinen beiden Treffern beim 2:1 gegen Südkorea: «Wir träumen, seit die WM begonnen hat.» Und sein Trainer Oscar Tabárez sagte mit sehnsüchtigem Blick: «Wir haben lange auf so etwas gewartet. Es ist schon ewig her, dass wir so etwas erreicht haben.»

Das kleinste verbleibende WM-Land war einst eine große Fußballnation, feierte 1930 den ersten Weltmeister-Titel überhaupt und zwanzig Jahre später den zweiten - doch danach fehlten die Erfolge, und es blieb die Verklärung der Vergangenheit. «Das kann man sich gar nicht vorstellen, was jetzt in der Heimat passiert. Die machen jetzt die Nacht zum Tage», berichtete Trainer Tabárez. Und mit Blick auf das erste WM-Viertelfinale seit 40 Jahren am 2. Juni gegen Ghana sagte er: «Ich hoffe, dass die Feiern weiter gehen.»

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In der Heimat genossen die drei Millionen Einwohner die Wiedergeburt des zweimaligen Weltmeisters. Zehntausende strömten in der Hauptstadt Montevideo nach dem Sieg in Trikots und mit Fahnen auf die Straßen. Der Trainer versuchte die nun überschäumenden Erwartungen ein wenig zu bremsen. «Wir bauen jetzt keine Luftschlösser», sagte Tabárez und versicherte: «Wenn wir verlieren? Die Leute zu Hause sagen, das macht nichts.»

Mit Ghana hat Uruguay jetzt einen vermeintlich leichten Viertelfinal-Gegner. «El Maestro», wie der Lehrer Tabárez ehrfurchtsvoll genannt wird, kann dabei auf seine Beton-Abwehr setzen, die in 360 Minuten erst einen Gegentreffer kassiert hat. Und vorne hat der Coach einen Weltklasse-Sturm. Suárez, der zweimal traf, und Diego Forlán, der gegen Südkorea das erste Tor vorbereitete, bilden eines der stärksten Duos der WM. Vielleicht sogar das beste - mindestens aber das bisher erfolgreichste.

Der Coach beschrieb das Spiel gegen Südkorea trotz einiger Durchhänger als «Demonstration von Charakter, Reife und Klasse». Und übertrieb damit im Überschwang ein bisschen. Er schwärmte zudem von «Solidarität und Zusammenhalt innerhalb der Mannschaft. Und ohne übermütig klingen zu wollen, denke ich, dass dies gegen jeden Gegner eine wichtige Waffe ist.»

Sein Team spielt praktisch ohne offensives Mittelfeld und setzt zunächst auf die dicht gestaffelte Defensive. Die früher als «Klopper» verschrienen «Urus» agieren zwar immer noch rustikal, inzwischen aber auch taktisch geschult. Fast alle Spieler sind bei europäischen Clubs unter Vertrag. Schon jetzt erreichten sie das beste WM-Ergebnis seit 1970, als Uruguay im Spiel um Platz drei Deutschland 0:1 unterlag.

Dem Coach ist indes nicht entgangen, dass sein Team gegen Südkorea nicht das überlegene war. Vielmehr kamen die Südamerikaner nach Suárez' frühem Treffer (8.) in Bedrängnis und benötigten nach dem 1:1 von Lee Chung-Yong (68.) einen Geniestreich von Suárez zum Sieg. «Es hat sich gezeigt, wie ausgeglichen das Spiel in der Welt inzwischen ist», sagte der Coach.

Die Südkoreaner trauerten derweil ihrer verpassten Chance nach. Einige Spieler wie der erfahrene Bundesligaprofi Cha Du-Ri sackten zu Boden und ließen ihren Tränen freien Lauf. «Die Spieler werden den größten Schmerz in ihren Herzen spüren», sagte Trainer Huh Jung-Moo.

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